Tourbericht
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Sonntag, den 29. April 2012 um 20:34 Uhr

Die 13. Tour von Galgos de la Luz....

 

oder ein Greenhorn in Tomelloso


Diesmal der Tourbericht von jemandem, der im Wilden Westen wohl getrost als Greenhorn bezeichnet worden wäre. Genau vor einem Jahr nach der letztjährigen Ostertour durfte ich, Stefan, meinen kleinen Salami in Empfang nehmen. Wir beide verbrachten innerhalb dieses Jahres eine sehr intensive Zeit miteinander, es gab zahlreiche Telefonate mit Sabine Börger, und fast täglich erfolgte ein kurzer Besuch auf der Homepage von Galgos de la luz. Meine Neugierde für das Thema Tierschutz war geweckt – speziell für das, was sich in Tomelloso ereignet. Das Projekt faszinierte mich mehr und mehr, sodass ich zunächst regelmäßig mit meiner Schwester, der „Mama“ von Lucky, nach Kerpen fuhr, um dort die neu ankommenden Hunde zu begrüßen und Sachspenden abzugeben. Seit den traurigen Ereignissen rund um Robin Hood kurz vor Weihnachten 2011 ließ mich das Thema Galgos de la luz endgültig nicht mehr los, und ich überlegte, wie ich nachhaltig helfen kann. So bot ich Sabine an, eine Tour mitzufahren, falls sie Verwendung für mich hat und falls dies hilfreich ist. Kurze Zeit später fragte mich Sabine, ob ich mir vorstellen könne, bei der nächsten Tour dabei zu sein. So kam es, dass ich die diesjährige Ostertour mitfahren durfte – eine Erlebnis, dass ich nicht mehr missen möchte.

Am Sonntag, den 1.4. machte ich mich von Aachen aus auf den Weg in das 270km entfernte Lotte, dem zu Hause von Sabine. Dort angekommen gab es zunächst eine herzliche Begrüßung – die weiteren Spanienfahrer Heike und Lars waren bereits dort. Nach einer kurzen und sehr leckeren Stärkung durch Kaffee und Kuchen machten wir uns an die Arbeit: unsere beiden Wagen mussten tourtauglich gemacht werden, dazu bedurfte es einer Menge an Arbeit, die ich persönlich so gar nicht erwartet hätte. Alles in allem beschäftigte uns die Vorbereitung der Autos ca. 5Std. Umso leckerer war dann das gemeinsame Abendessen, bei dem noch ausführlich über die lieben Hunde gequatscht wurde und Zeit blieb, um Fotos des vergangenen Sommerfestes und Ähnlichem anzuschauen.

Dann gings ab ins Bett – ich hatte sogar das Glück, dass meines schon vorgewärmt war. Der kleine Corazon, Galgowelpe von Sabine, hatte es sich nicht nehmen lassen :-)

Der Morgen des zweiten Tages begann so wie der Abend des ersten Tages aufgehört hatte: mit Corazon. Dieser spaßige Zeitgenosse präsentierte sich als äußerst kultiviert und hygienisch. Als ich aus dem Badezimmer zurückkehrte, beschäftigte er sich gerade mit seiner morgentlichen Zahnhygiene. Er saß vergnügt auf meinem Bett und kaute freudig an einer Zahnbürste herum – dumm nur: es war meine... Jetzt weiß ich auch, warum Sabine ihn immer liebevoll ihren „kleinen Terroristen“ nennt.

Sabine brachte mir schließlich eine neue Zahnbürste mit als sie vom Brötchenholen zurückkehrte. Bei unserem gemeinsamen Frühstück nahmen wir unsere letzte noch fehlende Tour-Teilnehmerin, Nicole, in Empfang. Wir waren nun komplett, und die große Reise nach Tomelloso konnte los gehen. Wir starteten in Lotte gegen 11.30h. Über mehrere Zwischenstationen, an denen u.a. Sachspenden eingesammelt wurden, erreichten wir ohne nennenswerte Vorkommnisse ca. 27 Stunden später Tomelloso um ca. 14h, immer dabei im CD Player: Enrique Bunbury. Dort gab es zunächst eine sehr herzliche Begrüßung mit vielen herzlichen Umarmungen, Küsschen links, Küsschen rechts und allem, was dazu gehört. Die Sachspenden wurden noch ausgeladen, bevor wir dann alle froh waren, im Hotel eine Dusche nehmen zu können.

Nach dieser kurzen Verschnaufpause fuhren wir noch einmal zum Refugio und schmissen uns ins Getümmel zwischen die unzähligen Hunde.

 

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Für mich kam damit ein Moment, den ich schon zig mal in Gedanken durchgespielt hatte. Oft hatte ich mir vorgestellt, wie es wohl vorort aussehen würde, wie die Hunde dort lebten und wie sie ihre Zeit verbrachten. Und tatsächlich war es ergreifend für mich, einige Hunde, die ich ja nur von der Homepage kannte, nun vor mir zu sehen. Der erste Eindruck war leider nicht nur positiv, denn es war nicht zu übersehen, dass es einfach zu voll ist im Refugio und dass es aufgrund dessen auch nicht selten zu Streitigkeiten zwischen den Hunden kommt.

 

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Genug für diesen Tag – wir genossen nach unserem Aufenthalt im Refugio noch ein vorzügliches Abendessen begleitet von eiskaltem Bier in unserem Stammlokal „La Parilla“ und fielen danach müde ins Bett.

Am nächsten morgen trafen wir uns mit den Spanierinnen zum Frühstück im La Parilla und besprachen zunächst den Tagesablauf. Da eine Menge neuer Hunde im Refugio angekommen war, galt es, diese zu katalogisieren. Wir machten uns also auf in Richtung Refugio, bewaffnet mit Stift, Schreibblock und Digitalkamera. Das Fotografieren der Hunde stellte sich als eine sehr garstige Aufgabe heraus, da permanent mindestens 15 Hunde gleichzeitig um die Aufmerksamkeit eines Menschen im Refugio buhlen. Sobald eine Hundenase aus dem Bild verschwunden ist, steckt von der anderen Seite der nächste Vierbeiner die seine in das Bild. Zudem hatten wir leider an diesem Tag kein besonders großes Glück mit dem Wetter – es war sehr windig, sodass die gemachten Notizen fleißig umherflatterten. Eine weitere Aufgabe, die  an diesem Tag im Refugio anstand, war das Versorgen von Wunden. Einige Galgos hatten tiefe Fleischwunden verteilt am ganzen Körper. Teilweise stammten diese von Beissereien mit anderen Hunden. Teilweise. Wir bewaffneten uns mit einer Jod-Lösung und desinfizierten damit die Wunden der Hunde. Unglaublich wie ruhig die Galgos dabei bleiben und wie sie diese zweifelsohne schmerzliche Prozedur einfach so über sich ergehen lassen. Rayo und Milo hatten derart schlimme Verletzungen, dass wir sie zunächst von den anderen Hunden isolieren mussten und sie in einen abgetrennten Bereich brachten, wo sie erstmal zur Ruhe kommen durften. Gerade Rayo hatte es mir dabei besonders angetan. Es mag Einbildung sein, aber so wie er mich und Heike anschaute und so, wie er sich an uns drückte, empfand ich dies so, als wäre er uns dankbar dafür, dass wir ihn versorgten. An dieser Stelle meinen riesengroßen Respekt und Dank an Heike, die sich im Anblick von diesem armen Kerl kurzfristig dazu entschloss, ihn mit zu sich zu nehmen. Dabei hatte sie schon Milo und Jarillo als  Pflegestelle reserviert und ganz nebenbei noch ihre eigenen Hunde. Die Versorgung der Wunden stellte für mich einen sehr intensiven und zuweilen auch emotionalen Kontakt zu den Hunden dar. Am Ende des Tages nahm ich für mich zwei Erkenntnisse mit: Das, was wir gemacht hatten, war vermutlich weniger als der Tropfen auf den heißen Stein und dennoch war es außerordentlich wichtig und auf eine gewisse Weise zufriedenstellend. Zudem ist die Tatsache, dass man nicht allen Hunden helfen kann, mitnichten ein Argument dafür, es nicht dennoch zu tun!

 

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Wir beendeten schließlich das Verarzten der Hunde und machten uns auf den Weg zum Hotel. Auf dem Weg dorthin kam Lars eine fantastische Idee: wir kauften im ortsansässigen Supermarkt ein wenig Bier. Zudem entdeckten wir bei der Fahrt einen Freigeist: Moro. Ein Hund von dem ich dachte, er sei eine Legende, zeigte sich, als er die Straße kreuzte. Sabine hatte mir schon auf der Hinfahrt von ihm erzählt. Alle Versuche ihn anzulocken schlugen fehl. Es scheint ihm aber gut zu gehen, denn Moro lebt schon seit mindestens einem Jahr als Streuner in der Gegend rundum Tomelloso. Wo er seine Hasenfilets auftreibt, leuchtet mir ein. Wie er sich aber in der Sommerzeit bei über 40°C mit Wasser versorgt, ist mir ein Rätsel. Streunende Hunde trafen wir recht häufig auf unseren Fahrten durch Tomelloso. Leider sind die Aussichten, sie anzulocken nicht besonders gut. Meistens haben diese geschundenen Seelen wohl nicht die besten Erinnerungen an die Spezies Mensch und so versuchen sie jeden Kontakt zu vermeiden und erlauben meist keine Annäherungen. So war es leider auch bei einem Galgo, der bereits einen gebrochenen Vorderlauf hatte. Es gelang uns weder, ihn anzulocken noch einzufangen, sodass wir ihm leider nicht helfen konnten.

Wir beendeten den Tag wie üblich mit einem Abendessen im Parilla. Dies war immer eine Zeit, in der viel und intensiv geredet, aber auch herzlich gelacht wurde. Ein guter Ausklang nach den emotional anstrengenden Tagen im Refugio!

 

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Wir trafen uns am nächsten morgen erneut mit den Spanierinnen zum Frühstück und beschlossen, der Perrera, der Tötungsstation in Tomelloso einen Besuch abzustatten. Ich muss gestehen, dass mir dies bereits im Vorfeld Bauchschmerzen bereitet hatte. Sabine stellte mir frei, dorthin mitzukommen. Ich entschloss mich jedoch dazu, mitzukommen, da ich für mich selbst ein möglichst ganzheitliches Bild von Tomelloso und den gesamten Bedingungen rund um  Galgos de la Luz“ haben wollte. Machen wir´s kurz: es fiel mir sehr schwer, in all die treuen Hundeaugen zu blicken – wohlwissend, sie nicht alle mitnehmen zu können. Eva entschloss sich dazu, alle fünf kleinen Hunde mit ins Refugio zu nehmen. Ich erinnere mich an den Moment, als sie sagte: „We take those five to the refugio“ - Ich war sehr erleichtert und dankbar und umarmte sie spontan. Dennoch verließ ich die Perrera mit gemischten Gefühlen – schließlich mussten wir unzählige Hunde dort zurücklassen. Aber letztlich gehört auch dies dazu – ich habe lange gebraucht, um dies zu akzeptieren.

Wir brachten die Hunde zum Refugio, dort fotografierten wir sie und brachten sie in einen abgetrennten Bereich zu den anderen kleinen Hunden. Im Anschluss daran warteten einige logistische Aufgaben auf uns, denn wir mussten die Transporter mit den Boxen für die Rückfahrt bestücken und diese fahrtauglich befestigen – eine Aufgabe, die zweifellos etwas von 3D-Tetris hatte. Bis alle Boxen ihren Platz gefunden hatten und so befestigt waren, dass keinerlei Risiko mehr für Hund und Mensch bestand, vergingen fast drei Stunden. Wir machten noch einen kleinen Abstecher in das österlich geschmückte Tomelloso mit seiner wunderschönen Kirche und beschlossen dann ins Parilla zu fahren, um unser Abendessen einzunehmen.

Wir alle hatten genug von diesem Tag – der Tag aber offenbar nicht von uns, denn er hatte noch eine böse Überraschung parat. Auf dem Weg ins Parilla bekam Sabine einen Anruf von Eva. Diese war telefonisch von der Guardia Civil benachrichtigt worden, dass ein Hund in einem Straßengraben am Rand einer Schnellstraße in der Nähe von Tomelloso liegend gefunden worden war. Wir beschlossen alle, dorthin zu fahren, um zu sehen, wie wir unserem kleinen Freund helfen konnten. Ich muss zugeben, dass ich mit zunehmender Fahrtdauer ein immer mulmigeres Gefühl bekam. Ich war aufgeregt, hatte ein wenig Angst vor der Ungewissheit. Sabine stieg zuerst allein aus. Sie wollte mit Eva nachsehen, wie schlimm es um den Hund stand, bevor sie uns „Neuen“ dazuholte.  Leider bot sich uns dann am Ort des Geschehens ein Bild des Schreckens. Unser kleiner Freund war wohl von einem Auto erwischt worden. Beide Hinterläufe waren gebrochen, seine Hüfte war völlig deformiert. Ich konnte den Anblick nicht länger ertragen. Adrenalin schoss mir durch den Körper. Ich drehte mich weg, mein Blick glitt in die Ferne. Hilflosigkeit. Verzweiflung. Blicke kreuzten sich – dasselbe Bild in allen Gesichtern. Irgendetwas musste passieren. Wir mussten ihn mitnehmen – wohlwissend, dass es für ihn nur noch eine Hilfe geben konnte. Unser kleiner Freund war ganz ruhig, wahrscheinlich bis in die Haarspitzen mit Adrenalin voll gepumpt. Sabine streichelte ihn – vielleicht das erste mal, dass ihm so eine Art der Zuwendung zuteil wurde? Wir wissen es nicht.

Wir mussten ihn ins Auto hieven. Sabine hob ihn vorne leicht an, Eva wollte dasselbe hinten tun. Dies versetzte ihm offenbar derart große Schmerzen, dass er sich erschreckte und nach Evas Arm schnappte. Ein zerfetzter Ärmel. Schmerzen. Blut. Aufregung. Notversorgung aus dem Verbandskasten und dann ab mit Sabine ins Krankenhaus.

Nuria eilte herbei, und schließlich gelang es uns, unseren kleinen Freund wohl einigermaßen schmerzfrei ins Auto zu heben und zum Refugio zu transportieren. Nuria gelang es schließlich, einen Tierarzt herbeizurufen, der unserem kleinen Freund dann endlich die letzte Hilfe verabreichen konnte, um über die Regenbogenbrücke zu gehen.

Puh. Schwer.

Wie eine schlechte Pointe dann schon fast Nurias Auto: Während wir mit dem Tierarzt im Refugio waren, stand das Auto draußen mit laufendem Motor. Als wir herauskamen war das Auto hinter einer dicken Nebelwand verschwunden. Dichter Qualm schoss aus der Motorhaube. Dieses I-Tüpfelchen war wie in einem schlechten Film. Zu allem Überfluss auch das noch..

An dieser Stelle sei angemerkt, dass eigentlich nicht Eva bzw. Galgos de la Luz für einen wie gerade geschilderten Fall verantwortlich sind, sondern die örtliche Perrera. Der Verantwortliche hatte aber kurzerhand der Polizei mitgeteilt, sie möge doch bitte Eva anrufen. Die Polizei ging daraufhin davon aus, dass Eva ebenfalls von Seiten der Behörden mit solchen Fällen beauftragt ist. Das Gegenteil ist der Fall: Die örtliche Perrera erhält öffentliche Zuwendungen, damit sie sich um solche Fälle kümmern kann – Eva und das gesamte Refugio erhält nicht einen Cent. Alles, was Eva und ihre Mitarbeiter tun, machen sie ehrenamtlich und aus Überzeugung. Es wäre schön, wenn dies in der öffentlichen Wahrnehmung in Tomelloso auch so ankäme – Sabine arbeitet gerade daran.

Dieser schwierige Tag neigte sich schließlich dem Ende. Wir trafen uns im Parilla und nahmen unser Abendessen in Kombination mit einigen alkoholhaltigen Kaltgetränken ein.

Im Hotel folgte noch ein kurzes musikalisches Unterhaltungsprogramm mit Torfrock und Mike Krüger, dann fielen wir todmüde ins Bett.

Der nächste Tag, Karfreitag, stand ganz im Zeichen der österlichen Prozessionen in Tomelloso. Es war sehr interessant, der bunten Prozession mit musikalischer Begleitung beizuwohnen. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Friedhof in Tomelloso und waren leider erneut erfolglos bei dem Versuch, einen streunenden Galgo einzufangen – ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen. Mehr Glück hatten wir bei einem kleinen vermeindlichen Streuner. Er erstarrte wie eine Salzsäule als Heike auf ihn zuging und ließ sich bereitwillig von ihr auf den Arm nehmen. Ich verliebte mich. Sabine rief meine Freundin an. Grünes Licht. Ich nahm ihn an die Leine und fütterte ihn mit selbstgebackenen Hundekeksen von Heike. So standen wir noch eine ganze Weile herum, Eva und Nuria kamen auch hinzu und die Suche nach einem Namen war in vollem Gange: Manolo? Manolito? Achja, ist das überhaupt ein Rüde?? Allzu viel sprach nicht dafür – besonders gut hatte es die Natur jedenfalls nicht mit ihm gemeint... Cjonito.....?? Haha großes Gelächter bei den Spanierinnen. Scheinbar ein Name für die Ewigkeit. Einige wollten eine Ähnlichkeit mit unserer Bedienung im Parilla festgestellt haben und den Kleinen danach benennen – ich distanziere mich davon :)

 

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Unsere Namenssuche wurde dann jäh unterbrochen, als uns ein leicht verwirrter Mann fragte, ob er seine Hund zurück haben dürfe. Es handelte sich bei unserem kleinen Cojonito wohl doch nicht um einen Streuner. So gaben wir ihn seinem Herrchen zurück, jedoch nicht ohne eine Belehrung von Eva. Wer lässt seinen Hund schon ohne Halsband unbeaufsichtigt durch die Straßen laufen??

Die Tour neigte sich dem Ende zu. Wir beschlossen, den Tag recht früh zu beenden, denn das, was noch vor uns lag, würde uns alle bestimmt viel Kraft kosten. So endete der Tag planmäßig und diesmal ohne Überraschung nach dem Abendessen im Parilla.

Samstag dann, am Tag der Abfahrt, fuhren wir morgens nach dem Frühstück ins Refugio, um alle Hunde einzuladen und dann schließlich die lange Rückfahrt starten zu können. Viele Hunde waren sichtlich aufgeregt – schade, dass man ihnen nicht erklären kann, was das alles soll und was mit ihnen passiert. Es gab schließlich noch eine sehr herzliche Verabschiedung, Abschiedsfotos und die Gewissheit, zurückkehren zu wollen. Die Rückfahrt verlief relativ ruhig, und wir trafen ca. 23 Stunden später und recht planmäßig gegen 10h in Kerpen ein. Immer wieder ein toller Moment: Die Übergabe unserer Schützlinge an ihre neuen Familien!

 

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Für mich war es eine sehr intensive Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Es gibt  schöne wie schwere und traurige Momente gleichermaßen. Aber ich denke, das alles ist Tierschutz, das alles gehört irgendwo dazu.

All die schönen Stunden, die ich mit meinem Salami schon hatte, all das, was er mir tagtäglich gibt, habe ich den unermüdlichen spanischen Arbeitern des Refugios zu verdanken und der Arbeit von Galgos de la Luz. Jeder, der einen Hund aus dem Tierschutz hat und ebenfalls glücklich mit ihm ist, sollte sich hin und wieder daran erinnern, wo er herkommt und wer dies alles ermöglicht. Danken möchte ich all denen, die mit  gefahren sind und mich Greenhorn so toll in das Team aufgenommen haben – und dir, Sabine, dafür, dass du mich mitgenommen hast.

 

Stefan